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Corona, Sexualität und Wohlbefinden

Das neuartige Corona-Virus – auch SARS-CoV-2 genannt – und die damit verbundene Erkrankung Covid-19 stellt im Moment vieles auf den Kopf. Oft verändert sich dadurch nicht nur der Alltag, sondern auch das persönliche Wohlbefinden. Denn persönliche Treffen mit anderen Menschen möglichst einzuschränken, ist zwar immens wichtig – das fällt aber nicht allen leicht und kann durchaus belastend sein. Solche Belastungen können auch Einfluss auf deine Sexualität haben. LIEBESLEBEN möchte dir daher helfen und hat hier einige nützliche Empfehlungen zum Umgang mit persönlichen Belastungen durch das neuartige Corona-Virus gesammelt.

Wichtig

Um das Ansteckungsrisiko mit dem neuartigen Corona-Virus zu verringern, solltest du generell persönliche Treffen mit anderen Menschen reduzieren. Denn je langsamer sich das neuartige Corona-Virus ausbereitet, desto besser können Menschen, die einen schweren Verlauf der Erkrankung haben, behandelt werden. Und nur so schützt du natürlich auch dich selbst und die Menschen in deinem direkten Umfeld. Weitere Informationen, wie du dich und andere schützen kannst, findest du übrigens bei www.infektionsschutz.de.

Warum fällt es mir schwer, persönliche Treffen mit anderen Menschen einzuschränken?

Menschen gehen sehr unterschiedlich mit den Folgen, die das neuartige Corona-Virus auf ihr Leben hat, um. Für manche ist es weniger schwierig, persönliche Treffen einzuschränken. Sie konzentrieren sich zum Beispiel auf sich selbst, auf Hobbies oder nutzen die jetzige Situation, um Dinge zu erledigen, für die man sonst keine Zeit hat. Andere Menschen hingegen tun sich schwer damit, persönliche Treffen mit anderen möglichst gering zu halten – selbst wenn ihnen klar ist, dass dies sinnvoll und wichtig ist. Jeder Mensch geht nun mal anders mit solchen Situationen um. Und es ist völlig in Ordnung, dass man damit auch mal hadert und die Situation als belastend empfindet.

Es gibt übrigens ganz verschiedene Erklärungen, warum es Menschen unterschiedlich schwer oder leicht fällt, auf Treffen mit anderen zu verzichten. Diese Erklärungen reichen von hormonellen Gründen über psychologische und sozialwissenschaftliche Modelle bis hin zu grundlegenden philosophischen Überlegungen. Es hängt also von ganz vielen Faktoren ab. Und es muss nichts über dich persönlich aussagen, wenn es dir schwerfällt, persönliche Treffen mit anderen Menschen zu vermeiden.

Auch wenn persönliche Treffen derzeit nur unter besonderen Bedingungen stattfinden können, heißt das nicht, dass man keinen Kontakt zu anderen Menschen haben kann. So besteht immer die Möglichkeit, über Telefon, Videochats oder über soziale Netzwerke in Kontakt zu bleiben.

Bei persönlichen Treffen gibt es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen, zum Beispiel wie viele Menschen sich drinnen oder draußen treffen dürfen. Informationen dazu findest du auf der Seite der Bundesregierung. Damit du dich und andere bei Treffen weiterhin schützen kannst, hilft dir die »AHA-Formel«. Sie steht für Abstand, Hygiene und Alltagsmasken – also Maßnahmen, mit denen man Ansteckungen vermeiden kann. Auch die Corona-Warn-App kann dir dabei helfen, dich und andere zu schützen. Alles Wichtige zur App findest du unter www.coronawarn.app.

Was kann mir helfen, wenn es mir schwer fällt, persönliche Treffen mit anderen einzuschränken?

Wenn es dir schwer fällt, persönliche Treffen mit anderen Menschen möglichst zu vermeiden, kann es helfen, sich vor Augen zu führen, dass die Situation irgendwann vorbei ist. Das kann Hoffnung geben, auch wenn vielleicht noch nicht klar ist, wie lange dieser Zustand anhält. Außerdem muss man nicht in jedem Fall auf persönliche Nähe verzichten, denn oft ist auch ein gemeinsamer Spaziergang, ein Treffen in einem Museum oder in anderen wieder geöffneten Einrichtungen möglich, wenn man sich an die Empfehlungen zum Infektionsschutz hält. Ob und unter welchen Voraussetzungen das geht, ist jedoch in Bundesländern und Kommunen unterschiedlich geregelt – hier sollte man sich also vorher informieren.

Oft hilft es auch, wenn man sich ein Stück weit ablenkt und Dinge tut, die man mag. So kann man bewusst genießen – ob bei einem guten Film, beim Lesen oder beim Kochen. Lass dich aber auch hier nicht unter Druck setzen: Selbst wenn andere Menschen große Projekte angehen und etwa ausmisten, trainieren oder kreativ sind – solange es dir gut tut, kannst du die Zeit auch auf dem Sofa verbringen und etwa einen Serienmarathon machen.

Weitere Tipps zur Beschäftigung in der aktuellen Situation findest du übrigens bei www.infektionsschutz.de.

Was kann ich in Sachen Sexualität tun, wenn mich die aktuelle Lage hier belastet?

Für manche Menschen ist es besonders belastend, dass durch die aktuelle Situation auch Sexualität nicht mehr so ausgelebt werden kann, wie es gefällt. Gerade wenn man häufig mit unterschiedlichen Menschen Sex hat, aber auch wenn man bespielweise einfach nur gerne und viel datet, oder wenn man verschiedene Beziehungen parallel führt, merkt man die aktuelle Lage sehr deutlich. Oft bedeutet das nämlich, dass man sein Liebesleben neu organisieren muss und auch hier verzichtet.

In einer solchen Situation kann es helfen, wenn man sich mehr auf sich selbst fokussiert. Du kannst zum Beispiel deinen eigenen Körper entdecken und herausfinden, was dir wie am besten gefällt und was nicht. Du kannst aber auch andere Wege finden, um deine Sexualität auszuleben, etwa durch Online-Dating oder Sexting. Und wenn man nicht darauf verzichten kann, sollte man dennoch versuchen, persönliche Treffen mit anderen zu verringern. Manche Menschen suchen sich deshalb zum Beispiel auch eine feste Sexbeziehung mit einer Person, um auf diese Weise persönliche Treffen zu reduzieren und die Weitergabe des neuartigen Corona-Virus einzudämmen.

Es gibt Menschen, die aufgrund der aktuellen Situation kein Interesse mehr an Sexualität haben. Auch das kann ein Weg im Umgang mit der aktuellen Situation sein. Schwierig ist das jedoch, wenn man aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus Sexualität nicht mehr genießen kann. Das kann Beziehungen in Zeiten von Corona erheblich unter Druck setzen. Hier kann das offene Gespräch mit der Partnerin oder dem Partner jedoch helfen – unter Umständen aber auch eine professionelle Beratung.

Manche Sorgen sind unbegründet

Nach wie vor beschäftigt das Thema Corona viele Menschen. Dadurch kursieren leider aber auch viele Gerüchte und Falschinformationen, die Sorgen machen können. So sind zum Beispiel Apotheken und Arztpraxen weiterhin erreichbar und auch die allermeisten Produkte für den Haushalt sind wie immer verfügbar. Daher solltest du dich, wenn dir solche Dinge Sorgen machen, bei seriösen Quellen informieren. Bei www.infektionsschutz.de und bei www.zusammengegencorona.de findest du dazu Tipps, die dir helfen können, woran du verlässliche Informationen zu dem neuartigen Corona-Virus erkennen kannst.

Keine Scheu vor professioneller Beratung!

Kontaktdaten und Angebote, die unterstützen können, findet man übersichtlich bei www.infektionsschutz.de und bei www.zusammengegencorona.de.

Belastungen durch das neuartige Corona-Virus können sehr unterschiedlich sein und manchmal auch sehr schwerwiegend. Wenn die Sorgen und Ängste zu groß werden und man das Gefühl hat, alleine damit nicht mehr klar zu kommen, sollten man professionelle Beratungsangebote und Hilfestellungen wahrnehmen! Und das ist kein bisschen peinlich – du zeigst vielmehr, dass du Verantwortung für deine Gesundheit übernimmst. In der Beratung arbeiten Menschen, die nicht über deine Gedanken oder dein Verhalten urteilen. Du wirst schnell merken, wie entlastend es sein kann, mit ihnen zu sprechen.

Das Corona-Virus beschäftigt gerade die ganze Welt. Dadurch kursieren leider auch viele Falschinformationen. Und hinzu kommt, dass der Stand des Wissens sich praktisch täglich ändert, sodass im Moment leider nicht auf alle Fragen eine sichere Antwort gegeben werden kann. LIEBESLEBEN engagiert sich, die Informationen an dieser Stelle aktuell und gesichert zu halten – wie es auch bei unseren BZgA-Kolleginnen und -Kollegen von www.infektionsschutz.de und bei www.zusammengegencorona.de der Fall ist. Bei ihnen erhältst du übrigens nicht nur weitere Empfehlungen, sondern etwa auch Tipps, woran du verlässliche Informationen zu dem neuartigen Coronavirus erkennen kannst. 

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