»HIV? Hepatitis? Das CHECK ich!«

 

In der Arbeit von LIEBESLEBEN spielen Jugendliche und junge Erwachsene eine besondere Rolle. Aber auch andere Gruppen sind von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) betroffen - zumal einige Infektionen, wie etwa HIV oder Hepatitis C, auch über den Kontakt mit infiziertem Blut übertragen werden. Daher sind Personen, die intravenös Drogen gebrauchen, besonders gefährdet. Vor diesem Hintergrund wurde 2017 in vier Bundesländern das Projekt »HIV? Hepatitis? Das CHECK ich!« begonnen, das einen niedrigschwelligen Zugang zu kostenlosen und anonymen Tests auf HIV und Hepatitis C für Drogen gebrauchende Menschen ermöglicht.

Kostenloses und anonymes Test- und Beratungsangebot für Drogen gebrauchende Personen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat das Projekt »HIV? Hepatitis? Das CHECK ich!« in Kooperation mit der Deutschen AIDS-Hilfe und dem Robert Koch Institut auf den Weg gebracht. An insgesamt sechs Standorten in Hamburg (»Abrigado«), Bremen (»Tivoli«), Hannover (»Stellwerk«), Troisdorf (»Café KoKo«), Dortmund (»kick«) und Düsseldorf (»Café Kola«) werden im Zeitraum von Januar 2018 bis August 2019 wöchentlich Beratungen zu HIV und Hepatitis, zu Risikosituationen und Schutzmöglichkeiten sowie kostenlose und anonyme Schnell- und Labortests für Drogen gebrauchende Menschen angeboten.

Durch die Vernetzung von Einrichtungen der Drogenhilfe, weiterer Angebote lokaler Aids-Hilfen und des medizinischen Versorgungssystems sollen drogenkonsumierende Menschen eine engere Anbindung an das Versorgungssystem und auch bei positivem Testergebnis eine bessere Überleitung in Behandlungsmöglichkeiten erhalten. Durch die frühzeitige Erkennung und Behandlung können gesundheitliche Folgeschäden vermieden werden, zudem können so auch Infektionsketten unterbrochen und Neuinfektionen verhindert werden.

Das Projekt wird in einer Begleitforschung untersucht, um anhand der gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen weitere Einrichtungen der Drogenhilfe dabei zu unterstützen, Beratungs- und Testangebote zu HIV und Hepatitis für intravenös Drogen gebrauchende Personen aufzubauen. Es wird vom Verband der Privaten Krankenversicherung und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

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