Die ehemalige Ausstellung »GROßE FREIHEIT«

Mit der Ausstellung »GROßE FREIHEIT – liebe.lust.leben.« hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Thema aufgegriffen, das vielen Menschen noch viel zu wenig bekannt ist: Das Risiko, sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion (STI) anzustecken. Um hierfür ein Bewusstsein zu schaffen, um Wissen über HIV und andere STI zu vermitteln und um Scham abzubauen, beinhaltete die »GROßE FREIHEIT« rund 50 interaktive Stationen zum Mitmachen, Mitgestalten und Miterleben. Sie tourte sechs Jahre lang durch alle Bundesländer und war in insgesamt 44 Städten zu Gast. Die »GROßE FREIHEIT« hat nachhaltig zur HIV- und STI-Prävention beigetragen und geht nun, im Juni 2018, zu Ende.

Die Ausstellung „GROßE FREIHEIT“ von außen.
Fast wie echte Piloten fliegen Schüler/-innen virtuell um die Erde und erhalten so Einblicke in die weltweite Dimension von HIV.
In Marvins Raum erfahren Besucher/ -innen auch, dass STI eine Eintrittspforte für HIV sein können.
Eine Schülerin und ein Schüler an einem Gummi-Schlagzeug, mit dem man besondere Geräusche erzeugen kann.
Im Raum von Oliver erfährt man, wie Menschen mit HIV leben und welche Behandlungswege es gibt.

Die wesentlichsten Ziele auf einen Blick

Die Ausstellung »GROßE FREIHEIT« hat in Sachen HIV- und STI-Prävention viel erreicht und bot rund 190.000 Besucherinnen und Besuchern vielfältige, interaktive Informationen und unterschiedliche Erfahrungen. Besucherinnen und Besucher

  • erhielten einen Überblick über STI, zu Anzeichen und Folgen, zu Übertragungswegen und Schutzmöglichkeiten;
  • hatten Spaß beim Ausprobieren der interaktiven Stationen und konnten selbst entscheiden, wie viele und welche der Angebote sie nutzten;
  • lernten, über das Thema STI zu sprechen und zu verstehen, dass es vor allem in der intimen Kommunikation eine wichtige Rolle spielt;
  • lernten, dass Ärztinnen und Ärzte, Beraterinnen und Berater mit dem Thema STI vertraut sind und dass es weder peinlich noch ungewöhnlich ist, mit ihnen darüber zu reden.

Und jetzt?

Auch wenn die Ausstellung »GROßE FREIHEIT« im Sommer 2018 ihren letzten Einsatz gefunden hat, ist noch vieles in Sachen HIV- und STI-Prävention zu tun – auch mittels personalkommunikativer Maßnahmen. Deshalb entwickelt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Zeit ein umfangreiches Nachfolgeprojekt für die Lebenswelt Schule, in dem auch die vielfältigen Erfahrungen aus der »GROßEN FREIHEIT« berücksichtigt werden.

Aber nicht allein diese Erfahrungen machten die Ausstellung »GROßE FREIHEIT« zu einer wertvollen Maßnahme in der HIV- und STI-Prävention. Denn auch strukturell hat sie einiges geleistet – etwa im Hinblick auf die Vernetzung lokaler Beratungsstellen: Bundesweit haben in den sechs Durchführungsjahren rund 380 lokale und regionale Beratungsstellen zur HIV- und STI-Prävention und zur sexuellen Gesundheit aktiv bei den Ausstellungseinsätzen mitgewirkt. Für jede dieser Fachstellen waren durchschnittlich wenigstens etwa fünf Personen aktiv involviert, sodass seit 2013 ungefähr 1.900 Expertinnen und Experten die Einsätze aktiv begleitet und mit ihren Gesprächs- und Beratungsangeboten unterstützt haben.

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