Filme und Methoden

Wirkung von Filmen

Spielfilme eignen sich hervorragend, um sich mit Themen wie Freundschaft, Liebe, Solidarität, sexuelle Identität und Orientierung auseinanderzusetzen. Für Jugendliche und junge Erwachsene sind Filmvorführungen attraktiv. Sie wecken per se das Interesse der Heranwachsenden.
Wichtig ist dabei die Auswahl besonders geeigneter Spielfilme. Daher hat die BZgA ein Filmangebot erstellt, das pädagogisch wertvolle und für Jugendliche spannende Filme bereit hält. Die meisten Spielfilme haben sich bereits auf vielen JugendFilmTagen bewährt.

Filme können einen guten Anlass liefern, um sich anhand der dargestellten Geschichten verschiedenen Themen der psychosexuellen Entwicklung, von Freundschaft oder auch Solidarität mit Menschen mit HIV/Aids zu nähern.

Über die im Film dargestellten Bilder und Geschichten lässt sich ein persönlicher Bezug herstellen. Denn oft identifizieren oder auch distanzieren sich Jugendliche mit den Hauptdarstellerinnen oder Hauptdarstellern des gezeigten Films. Durch diesen persönlichen Zugang sind die Themen präsenter und nachvollziehbarer. Eine Auseinandersetzung und Diskussion wird hierdurch lebendiger und eindrucksvoller.

Mithilfe von begleitenden Mitmach-Aktionen bei den JugendFilmTagen, sowie Vor- und Nachbereitungen im Schulalltag oder in der Freizeiteinrichtung können die ausgewählten Themen vertieft werden. Daher ist die Einbindung (anderer) Lehrkräfte äußerst wichtig, um die gewünschte Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Filmangebot

Die Auswahl und Anzahl der zu zeigenden Filme ist abhängig von Ihrem regionalen Konzept, den räumlichen Möglichkeiten Ihres Veranstaltungsortes und der Anzahl der eingeladenen Jugendlichen.

Zu den Filmen

Bei begrenzten Möglichkeiten reicht ein, für die anzusprechende Zielgruppe thematisch passender, interessanter Film, der ggf. täglich wiederholt wird. Haben Sie umfangreichere Möglichkeiten, wie sie z. B. in einem großen „Multiplex-Kino“ gegeben sind, können Sie täglich auch zeitversetzt 4 verschiedene Filme präsentieren.

Ob Sie die Filmauswahl thematisch bündeln im Sinne von Schwerpunkt-JugendFilmTagen oder inhaltlich in die Breite gehen (Sexualität, Liebe, Freundschaft und HIV/ Aids), ist Ihre konzeptionelle Entscheidung. Die Erfahrung zeigt, dass Spielfilme, die erst kürzlich im Fernsehen liefen, meist weniger nachgefragt werden.

Die BZgA empfiehlt Ihnen ausdrücklich, alle Filme vor dem Einsatz zu sichten! Die Filme sind mit pädagogischen Altersempfehlungen und Inhaltsbeschreibungen versehen. Die Filme sind verschiedenen Themenkategorien zugeordnet und mit passenden Methoden versehen, die die Vor- und Nachbereitung durch die Lehrkräfte im Unterricht unterstützen.

Die meisten Filme sind als DVD in Videotheken erhältlich - leider nicht alle. In diesen Einzelfällen können Sie Sichtungskopien leihweise über die Filmverleiher anfragen. Meistens werden Ihnen diese gerne zur Verfügung gestellt.

Die Filmleihgebühren sind über die regionalen Veranstalter/-innen der JugendFilmTage zu tragen. Die Filmleihgebühren variieren relativ stark und hängen von der Aktualität des Films ab, der zu erwartenden Zuschauerzahl, der Art der Vorführung und auch Ihrem "Verhandlungsgeschick".

Um die entstehenden Kosten zu decken, empfiehlt sich die Gewinnung eines/einer regionalen Sponsors/Sponsorin (z. B. Sparkasse, Bank, Krankenkasse, Unternehmen). Wenn Sie einen Eintritt erheben wollen, sind abhängig von der anzusprechenden Zielgruppe 0,50 bis 2,50 € angemessen. Dies hat sich in den vergangenen Jahren als eine passende Größenordnung erwiesen.

TIPP

Betonen Sie bei Ihren Preisverhandlungen mit den Filmverleihern den nichtkommerziellen Charakter der Veranstaltung ebenso wie das soziale Engagement aller beteiligten Partner/-innen. Die jeweils aktuellen Preis- und Lieferkonditionen erfahren Sie direkt bei den Filmverleihern. Adressen und Kontaktdaten finden Sie bei den jeweiligen Filmbeschreibungen.

Bei sehr großer Nachfrage für einen bestimmten Film kann ggf. in Absprache mit dem Kino der Film auch parallel in einem zweiten Kino gezeigt (Interlock) werden. Oder Sie bieten in Abstimmung mit dem Kino einen zusätzlichen Vorführtermin an.

Besprechen Sie ebenso mit dem Kino oder dem Veranstaltungsort die Formate, in denen die Filme benötigt werden. Das früher übliche 35mm-Format wird von verschiedenen Kinos nicht mehr genutzt, da eine sukzessive Umstellung auf digitale Vorführung stattfindet.

Kinospots der BZgA

Die BZgA stellt Ihnen auf Anfrage gerne ihre TV-/Kinospots im Kinoformat (z. T. 35mm oder digital) mit der entsprechenden Vorführgenehmigung zur Verfügung. Die Spots werden unmittelbar vor den Spielfilmen ausgestrahlt, um einen deutlichen inhaltlichen Impuls zum Thema HIV/Aids zu setzen. Dies empfiehlt sich, da die meisten Spielfilme zwar thematische Aspekte im Bereich Sexualität behandeln, aber nur selten explizit das Thema HIV/Aids. Einige der aktuellen Kinospots sind lizenzpflichtig. Fragen Sie Ihre/n Kinobetreiber/in, ob die Spotlizenz mit den Pauschalverträgen zwischen dem Kino und der GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) abgerechnet werden kann.

Wenn Sie sich für die Kinospots interessieren, schicken Sie Ihre Anfrage an infodo not copy and be happy@liebeslebendot or no dot.de.

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