Konzept-Varianten

Setting

Um das Angebot Ihrer JugendFilmTage zu spezialisieren, eignen sich verschiedene Strategien. Beispielsweise lassen sich die JugendFilmTage gut für eine bestimmte Altersstufe konzipieren. Für diesen Fall wählen Sie die Filme entsprechend der empfohlenen Altersangaben aus, z. B. für die Altersklasse der 10 – 13-jährigen Schüler/innen. Demgemäß gestalten Sie auch die Fragen und Aufgaben an den Mitmach-Aktionen, so dass die Ansprache altersangemessen erfolgt.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Ansprache von Schulen in einem bestimmten Einzugsgebiet oder Stadtteil, in dem vielleicht ein besonderer Förderungsbedarf besteht oder auch bestimmte Themen (z. B. Teenagerschwangerschaften) gehäuft auftreten. Vielleicht lassen sich Ihre JugendFilmTage auch direkt in diesem Stadtteil veranstalten?
Sprechen Sie mit neuen Partnerinnen und Partnern besonders benachteiligte Jugendliche an, z.B. in Zusammenarbeit mit Kompetenzagenturen, Projekten für Schulverweigerer/innen und der Schulsozialarbeit.

Ebenso können Sie auch anstelle der Schule andere Jugendeinrichtungen ansprechen. Wie wäre es mit JugendFilmTagen im Kinderheim oder mit Jugendlichen eines großen Sportvereins?

JugendFilmTage zu Schwerpunktthemen

Stellen Sie Ihre JugendFilmTage z. B. unter ein konkretes Thema, um das Interesse der Schulen (neu) zu wecken. Das können z. B. "Interkulturelle JugendFilmTage" oder JugendFilmTage zum Thema "Das erste Mal" sein.

Aufgrund einer Fülle bewährter Spielfilme können Sie auch JugendFilmTage zum Thema „sexuelle Identität und Orientierung“ machen. Gerade bei Heranwachsenden stößt dieses Thema auf großes Interesse bzw. beschäftigt Jugendliche in ihrer Phase der Selbstfindung.

Bieten Sie in diesem Fall die Mitmach-Aktionen passend zu Ihrem Schwerpunkt-Thema an und stellen Sie sämtliche Vor- und Nachbereitung auf dieses Thema zusammen. Ebenso können Sie sich bei einem besonderen Thema auch an die entsprechenden Institutionen wenden, wie z. B. einen Schwerpunkt auf die sexualpädagogischen Institutionen legen, den Migrationsrat einladen oder besonders die Schwangerschaftsberatungsstellen einbinden.

Grenznahe/-überschreitende JugendFilmTage

TIPP

Bedenken Sie bei der Gestaltung Ihrer geplanten Bewerbungsmaterialien, diese, wenn notwendig, zweisprachig anzulegen.

Liegt Ihre Stadt/ Ihre Region an einer Grenze zu einem anderen Bundesland oder einem Nachbarstaat?
Bieten Sie Ihre JugendFilmTage für die Schulen entlang der Grenze, in zwei Bundesländern oder auch zwei Staaten (z. B. Deutschland und Niederlande) an.

Arbeiten Sie mit den Beratungsstellen aus den anderen Ländern zusammen und entwickeln Sie gemeinsam in Planungstreffen, wie Ihre bilateralen JugendFilmTage aussehen sollen.

Die Form der Zusammenarbeit variiert abhängig von den personellen Möglichkeiten und Ressourcen.
Mitmach-Aktionen und Filme werden, entsprechend der Zielgruppe zweisprachig angeboten. Dies wird erleichtert, wenn Kooperationspartner/innen aus beiden Ländern und beiden Sprachen teilnehmen.

Landesweite JugendFilmTage

In einer Landestour bündeln sich regionale Maßnahmen zu einer landesweiten Tour. Ziel ist eine stärkere Wahrnehmung der Aufklärungsarbeit im (Bundes-) Land und eine übergreifende Vernetzung von Fachkräften. Hier bietet sich folgendes Vorgehen an:

Wenn sich in Ihrer Region bereits „erfahrene JugendFilmTage-Gestalter/innen“ befinden, können diese einen überregionalen „Workshop“ anbieten, in dem weitere Koordinatorinnen und Koordinatoren die Grundschritte der JugendFilmTage und deren Organisation nahe gebracht und so für ihre Aufgaben "fit" gemacht werden.

Die landesweiten JugendFilmTage können medienwirksam in einer Stadt bspw. mit dem/der Gesundheitsminister/in eröffnet werden. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit für sämtliche Standorte ein „Landesplakat“ zu entwickeln, auf dem alle JugendFilmTage mit den dazugehörigen Daten präsentiert werden.

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