Lehrkräftearbeit

Zielsetzung

Für die nachhaltige Wirkung der JugendFilmTage ist die Einbindung der Lehrkräfte in die schulische Vor- und Nachbereitung der Kinotage grundsätzlich wichtig. Ohne diese Einbettung ist die gewünschte Vertiefung der Themen und eine gewinnbringende Auseinandersetzung mit den gezeigten Spielfilmen kaum möglich. Die Spielfilme sollten daher nicht isoliert stehen, sondern thematisch weiter bearbeitet werden, um so eine medienpädagogische Wirkung zu erzielen. Informieren Sie daher frühzeitig die Lehrkräfte über das gemeinsame Ziel und binden Sie diese mit ein.

Neben den klassischen Lehrkräften gehören Schulsozialarbeiter/-innen natürlich ebenso zu Ihrer Zielgruppe, wie je nach angesprochenen Schulformen auch Erzieher/-innen, Honorarkräfte, freie Mitarbeiter/-innen sowie die jeweiligen Schulleitungen. Das Angebot, das sie der Zielgruppe der Lehrenden anbieten können, umfasst verschiedene Möglichkeiten, wie bspw. eine Fortbildung zu den Themen der JugendFilmTage.

TIPP

  • Beziehen Sie die Schulleitungen mit in Ihre Ansprache ein, denn sind die Schulleitungen von dem Konzept der Fortbildung überzeugt, werden Sie ihr Kollegium zur Teilnahme animieren.
  • Lassen Sie Ihre Fortbildung bei entsprechender Stelle zertifizieren. So erhalten die Lehrtätigen den zusätzlichen Anreiz, durch den Besuch Ihrer Veranstaltung notwendige Fortbildungspunkte zu erzielen.

Fortbildung/Workshop

Durch örtliche Fachkräfte bieten Sie den Lehrtätigen eine mehrstündige Fortbildung im Vorfeld zu den Kinotagen an. Diese kann zwei Stunden umfassen, aber auch sechs Stunden dauern - je nach Angebot und vor allem auch Nachfrage. Viele Lehrkräfte beklagen oftmals einen straffen und stark gefüllten Stundenplan, auch außerhalb des Unterrichts.

Inhaltlich gestalten Sie die Fortbildung nach Ihren Vorstellungen, Anliegen und Themenschwerpunkten. Von vielen Lehrkräften wurde wiederholt ein großes Bedürfnis nach methodischer Unterstützung zu den Themen der JugendFilmTage „Sexualität, Liebe, Freundschaft und HIV/ Aids“ benannt. Hierfür können Sie Methoden der BZgA heranziehen und diese gemeinsam ausprobieren. In der BZgA-Broschüre „Handlungsorientierte Methoden für die Aids- und Sexualaufklärung mit geschlossenen Gruppen“ finden Sie über dreißig Methoden, die Sie gemeinsam mit den Lehrkräften anspielen können (siehe Downloads). Planen Sie hierfür ausreichend Zeit ein. Erfahrungsgemäß besteht hier ein großer Bedarf und es wird lebendig diskutiert.

Zudem bietet sich eine solche Fortbildung an, die Kinotage aus organisatorischer Sicht zu beschreiben (Was, wann, wie lange, wo?). Versäumen Sie auch nicht, Ihre Beratungs- und Präventionsangebote aller beteiligten Institutionen vorzustellen.

Wenn die Nachfrage nach Fortbildung durch die Lehrtätigen das angebotene Maß übersteigt, überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kooperationskreis, ob Sie weitere Nachfolgeworkshops anbieten möchten und können.

Nachfolgende Fortbildung

Für eine Lehrkräftefortbildung nach den JugendFilmTagen sprechen verschiedene Gründe. Lehrkräfte erleben die JugendFilmTage oftmals als so interessant, vielfältig und lebendig, so dass sich der Wunsch nach Unterstützung erst im Laufe der Kinotage generiert. Manche Fragen entstehen auch erst vor Ort oder im Nachgang zu den Filmen. Sie können dabei die Kinotage nutzen, um bei den teilnehmenden Lehrkräften die Werbetrommel für eine Fortbildung zu rühren. Außerdem können Sie bei Terminschwierigkeiten oder einer kurzen Planungsphase die Zeit nach den Kinotagen für die Schulung der Lehrkräfte nutzen.

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