Gonorrhö (Tripper)

Die Gonorrhö ist eine STI, die durch Gonokokken verursacht wird. Das sind Bakterien, die beim Sex leicht übertragen werden. Die Gonorrhö kommt auf der Welt sehr häufig vor. In Europa sind neben jungen Erwachsenen vor allem Männer betroffen, die Sex mit Männern haben.

Ein junger Mann schaut verträumt nach rechts

Mögliche Symptome von Gonorrhö

Es gibt verschiedene Anzeichen, an denen du eine Gonorrhö erkennen kannst: 

  • gelblich-eitriger Ausfluss aus Scheide, Penis oder Po
  • Brennen oder Schmerzen beim Pinkeln
  • Juckreiz an Scheide, Penis oder Po
  • Schmerzen beim Vaginalsex (Penis in der Scheide) oder beim Analsex (Penis im Po)
  • unregelmäßige Menstruation oder Zwischenblutungen
  • Halsschmerzen nach Oralsex

Übertragung von Gonorrhö

Hauptübertragungswege der Gonnorhö sind: ungeschützter Vaginal-, Anal- und Oralsex, sowie die gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug ohne Kondom (Schmierinfektion).

Schutz

Das Risiko einer Ansteckung mit Gonorrhö lässt sich stark senken:

  • Benutze Kondome schon beim ersten Eindringen des Penis in Scheide oder Po.
  • Benutze Kondome beim Vaginalsex (Penis in der Scheide) und Analsex (Penis im Po).
  • Benutze Kondome, wenn du Sexspielzeug mit anderen gemeinsam benutzt. Verwende für jede Partnerin oder jeden Partner ein neues Kondom.

Einen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung mit Gonorrhö gibt es nicht. Wenn du unsicher bist, ob du dich mit Gonorrhö angesteckt hast: Lass dich anonym bei der Online- und Telefonberatung der BZgA beraten oder gehe direkt zu einer Ärztin oder einem Arzt deines Vertrauens.

Mögliche Folgen

Auch wenn die Krankheitszeichen von allein schwächer werden oder ganz zurückgehen, solltest du zum Arzt gehen. Denn die Gonorrhö kann immer noch in deinem Körper sein. Wenn sie nicht behandelt wird, kann sie nicht nur Schmerzen beim Sex verursachen, sondern deiner Gesundheit sehr schaden.

Bei Frauen kann sie Entzündungen im Unterleib und bei Männern eine Prostata- oder Nebenhodenentzündung verursachen. Die Entzündungen können sowohl beim Mann als auch bei der Frau dazu führen, dass sie keine Kinder mehr bekommen können.

Außerdem steigt mit einer Gonorrhö das Risiko, sich beim Sex ohne Kondom mit HIV anzustecken. Das Risiko, sich mit HIV anzustecken, ist besonders hoch, wenn man sich beim Analsex (Penis im Po) mit Gonorrhö angesteckt hat (rektale Gonorrhö). Diese Form bleibt oft unbemerkt, weil sie in vielen Fällen keine Beschwerden auslöst. 

Piktogramm von einem Arzt

Untersuchung

Um festzustellen, ob du dich mit Gonorrhö angesteckt hast, macht die Ärztin oder der Arzt einen Abstrich von den Schleimhäuten der Scheide, des Gebärmutterhalses, der Harnröhre des Penis oder des Rachens. Für Menschen, die Analsex (Penis im Po) haben, kann ein Abstrich von der Darmschleimhaut auch dann sinnvoll sein, wenn keine Beschwerden vorliegen. Frage am besten bei deiner Ärztin oder deinem Arzt nach.

Wenn du Beschwerden hast, die auf eine Gonorrhö hinweisen, oder wenn der Arzt bei deinem Partner oder deiner Partnerin eine Gonorrhö festgestellt hat, übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten für die Untersuchung.

Über Gonorrhö sprechen

Eine Gonorrhö kann mit Antibiotika zuverlässig behandelt und geheilt werden.

Bis zum Ende der Behandlung solltest du allerdings auf Sex verzichten, da Gonorrhö sehr leicht beim Sex übertragen wird.

Erzähle deiner Partnerin oder deinem Partner von deiner Infektion, damit auch sie oder er sich untersuchen lassen kann. Sonst ist es möglich, dass ihr euch immer wieder gegenseitig ansteckt.

Auch wenn du in letzter Zeit mehrere Sexpartner hattest, solltest du diese über deine Ansteckung informieren. Da Gonorrhö nicht immer Beschwerden verursacht, ist das wichtig.