Hepatitis B

Das Hepatitis-B-Virus ist ein sehr ansteckendes Virus, das beim Sex leicht übertragen werden kann.

Mögliche Symptome von Hepatitis B

Häufig verursacht die Hepatitis B keine oder nur geringe Beschwerden. Daher wird sie oft nicht erkannt oder zum Beispiel für eine Grippe gehalten. Wenn Anzeichen auftreten, so sind das meistens:

  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Druckgefühl und eventuell Schmerzen im rechten Oberbauch
  • Leichtes Fieber

Nur in seltenen Fällen kommt es zu einer Gelbsucht mit Gelbfärbung von Haut und Augenweiß, dunklem Urin, entfärbtem Stuhl und starkem Juckreiz.

Übertragung von Hepatitis B

Das Hepatitis-B-Virus ist in allen Körperflüssigkeiten enthalten, die beim Sex eine Rolle spielen. Dazu gehören: Lusttropfen, Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit und Speichel. Besonders ansteckend ist der Kontakt mit Blut von infizierten Personen.

Hepatitis B wird vor allem über folgende Sexpraktiken übertragen: Vaginalsex (Penis in der Scheide), Analsex (Penis im Po) und Oralsex (Sex mit dem Mund) ohne Kondom sowie die gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug ohne Kondom. Kommt Blut ins Spiel, erhöht sich das Übertragungsrisiko bei allen Sexpraktiken erheblich.

Schutz

Da Hepatitis B beim Sex sehr leicht übertragen werden kann, können Kondome das Übertragungsrisiko nur geringfügig senken.

  • Benutze Kondome schon beim ersten Eindringen des Penis in Scheide oder Po.
  • Benutze Kondome beim Vaginalsex (Penis in der Scheide) und Analsex (Penis im Po).
  • Benutze Kondome, wenn du Sexspielzeug mit anderen gemeinsam benutzt. Verwende für jede Partnerin oder jeden Partner ein neues Kondom.

Um dich sicher zu schützen, solltest du dich auf jeden Fall impfen lassen. Es gibt auch Kombinations-Impfungen gegen Hepatitis A und B. Frage deine Ärztin oder deinen Arzt danach. Für Jugendliche zwischen dem 9. und 18. Lebensjahr und für Menschen mit einem besonders hohen Ansteckungsrisiko werden die Impfkosten von den Krankenkassen bzw. dem Arbeitgeber übernommen. Ob du zu diesem Personenkreis gehörst, erfährst du von der Online- und Telefonberatung der BZgA oder direkt von deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Mögliche Folgen

In den meisten Fällen heilt eine Hepatitis B-Infektion von alleine aus. Wer einmal eine Hepatitis B durchgemacht hat, kann sich nicht mehr mit Hepatitis B anstecken.

In 5 bis 10 % der Fälle heilt die Hepatitis B-Infektion nicht von alleine aus. Dann wird sie chronisch. Eine chronische Hepatitis B verursacht zunächst keine Beschwerden. Die Viren schädigen jedoch die Leber so, dass sich nach einigen Jahren schwere Leberschäden wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs entwickeln können.

Untersuchung

Für die Untersuchung auf Hepatitis B nimmt die Ärztin oder der Arzt eine kleine Menge Blut ab, die auf Antikörper geprüft wird.

Zwei junge Männer stehen und schauen sich an

Über Hepatitis B sprechen

Eine akute Hepatitis B wird in der Regel nicht mit Medikamenten behandelt. Wichtig für die Genesung sind vor allem Ruhe, Schonung und das Vermeiden von leberbelastenden Medikamenten und Alkohol.

Die chronische Hepatitis B kann mit antiviralen Medikamenten behandelt werden. Diese Medikamente können eine vollständige Heilung ermöglichen, aber nicht garantieren.

Menschen mit einer Hepatitis B-Infektion können das Virus auch dann an andere weitergeben, wenn sie keine Beschwerden haben. Daher sollten sich Sexpartner und Familienangehörige von Menschen mit einer Hepatitis B-Infektion impfen lassen.