Hepatitis C

Hepatitis C ist ein sehr ansteckendes Virus, das sich vor allem im Blut von infizierten Personen befindet. Hepatitis C nimmt häufig einen chronischen Verlauf. Das lässt sich verhindern, wenn die Infektion in der akuten Phase behandelt wird.

Ein junger Mann mit einem neutralen Gesichtsausdruck schaut einen direkt an

Mögliche Symptome von Hepatitis C

Hepatitis C löst oft keine oder nur leichte Beschwerden aus. Wenn Beschwerden auftreten, so sind das meist grippeähnliche Beschwerden wie:

  • Abgeschlagenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Oberbauchbeschwerden
  • Übelkeit, Erbrechen
  • leichtes Fieber

Bei einem Drittel der infizierten Personen verfärben sich Haut und Bindehaut des Auges im Laufe der Hepatitis C-Infektion gelb, was umgangssprachlich auch als „Gelbsucht“ bezeichnet wird.

Übertragung von Hepatitis C

Hauptübertragungsweg der Hepatitis C ist die gemeinsame Benutzung von Spritzbestecken bzw. von Röhrchen (zum Sniefen) beim Drogengebrauch. Auch beim Tätowieren und Piercen kann man sich anstecken, wenn die Hygienevorschriften nicht eingehalten werden.

Beim Sex wird Hepatitis C hauptsächlich dann übertragen, wenn Blut im Spiel ist. Also vor allem bei verletzungsträchtigen Sexpraktiken wie zum Beispiel Fisten oder SM. Über Vaginalsex (Penis in der Scheide) und Analsex (Penis im Po) wird Hepatitis C nur selten übertragen. Leicht blutende Entzündungen in Vagina oder Enddarm lassen das Übertragungsrisiko aber auch bei diesen Sexpraktiken ansteigen.

Schutz

So kannst du dich beim Sex vor Hepatitis C schützen:

  • Benutze Kondome schon beim ersten Eindringen des Penis in Scheide oder Po.
  • Benutze Kondome beim Vaginal- und Analsex.
  • Benutze Kondome, wenn du Sexspielzeug mit anderen gemeinsam benutzt. Verwende für jede Partnerin oder jeden Partner ein neues Kondom.
  • Desinfiziere Sexspielzeug gründlich, das mit Blut in Berührung kommt.
  • Benutze Gleitmitteltöpfe nicht gemeinsam mit anderen.
  • Benutze Handschuhe beim Fisten.

Mögliche Folgen

Nur selten heilt eine Hepatitis C-Infektion von alleine aus. In drei Vierteln aller Fälle wird sie chronisch. Eine chronische Hepatitis C-Infektion verursacht zunächst keine Beschwerden. Die Viren schädigen jedoch die Leber, so dass sich nach einigen Jahren schwere Leberschäden wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs entwickeln können.

Im Gegensatz zu Hepatitis A und B kann man sich auch nach einer ausgeheilten Hepatitis C-Infektion immer wieder neu mit Hepatitis C anstecken. Eine Immunität gibt es nicht.

Untersuchung

Für die Untersuchung auf Hepatitis C nimmt die Ärztin oder der Arzt eine kleine Menge Blut ab, die auf Antikörper geprüft wird.

Piktogramm von einem Arzt

Behandlung

Die akute Hepatitis C-Infektion (weniger als sechs Monate her) kann gut behandelt werden. Da sie meistens keine Beschwerden verursacht, bleibt sie jedoch häufig unbemerkt und kann darum zu einer chronischen Hepatitis C-Infektion werden. Die chronische Hepatitis C lässt sich ebenfalls behandeln und mittlerweile in vielen Fällen auch heilen. Allerdings ist die Behandlung wesentlich langwieriger.

Um die Leber nicht zusätzlich zu belasten, solltest du dich körperlich schonen, ausgewogen und nicht zu fettreich ernähren und auf Alkohol und andere leberschädigende Substanzen verzichten.