Lass dich testen – auf STI

Nicht nur bei HIV, auch bei anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) ist es sehr wichtig, dass du so schnell wie möglich weißt, ob du dich angesteckt hast. Bei rechtzeitiger  Behandlung können fast alle STI geheilt werden. Wenn sie unbemerkt bleiben, können sie dagegen deine Gesundheit schwer schädigen.

Piktogramm von einem Arzt

Manchmal genügt es schon, wenn sich die Ärztin oder der Arzt die Scheide, den Penis oder den Po genau ansieht. Je nachdem, welche STI die Ärztin bzw. der Arzt bei dir vermutet, wird dir zusätzlich Blut abgenommen, dein Urin untersucht oder ein Abstrich aus Scheide, Harnröhre, Rachen oder Po genommen.

Je ehrlicher du die Fragen bei der Untersuchung beantwortest, desto gezielter kann die richtige Methode gewählt werden. Wo tut es weh, juckt es oder brennt es? Hast du Bläschen oder Feigwarzen entdeckt? Hatte oder hat deine Sexpartnerin bzw. dein Sexpartner eine STI? Offene Antworten helfen.

Normalerweise kostenlos

Die Kosten für Untersuchungen auf STI übernehmen die Krankenkassen dann, wenn du Anzeichen dafür zeigst oder bei deinem Partner bzw. deiner Partnerin eine STI festgestellt wurde. Für Mädchen und junge Frauen unter 25 Jahren bezahlen die Krankenkassen einmal im Jahr eine Urinuntersuchung auf Chlamydien, das sogenannte Screening. Frag deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt danach.

Ein Mann und eine Frau sitzen zusammen und reden

Ein positiver STI-Test ist kein Weltuntergang

STI sind weit verbreitet und kein Grund sich zu schämen. Sie lassen sich gut behandeln und meistens heilen. Beim Sex werden einige von ihnen sehr leicht übertragen. Darum solltest du bis zum Ende der Behandlung auf Sex verzichten. Erzähle deinem Partner oder deiner Partnerin auf jeden Fall von deiner STI, damit er oder sie sich auch untersuchen lässt. Wenn du in letzter Zeit mehrere Sexpartner hattest, solltest du auch diese über deine Ansteckung informieren. Das ist wichtig, weil STI manchmal überhaupt keine oder nur ganz leichte Beschwerden verursachen.