STI-Erreger

So vielfältig sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind, so vielfältig sind auch ihre Auslöser – von kleinsten, unsichtbaren Partikeln bis hin zu Insekten, die man mitunter sogar mit bloßem Auge erkennen kann. Doch egal ob's juckt, brennt oder weh tut – hinter einer STI steckt immer ein spezifischer Erreger.

Junger Mann kratzt sich am Hinterkopf und schaut mit fragendem Gesichtsausdruck.

Parasiten

Einige STI, zum Beispiel die Trichomoniasis oder auch die Krätze, werden durch kleine Lebewesen verursacht, die sich bei dir einnisten. Sie halten sich an Haaren fest, graben sich in die oberste Hautschicht ein oder leben im Inneren des Körpers. Dort ernähren und vermehren sie sich auf deine Kosten. Viele der Parasiten, die für eine STI verantwortlich sind, sind sehr klein und können auch auf andere Menschen übertragen werden, ohne dass Sex mit im Spiel ist.

Bakterien

Oft noch kleiner als Parasiten sind Bakterien für eine Vielzahl verschiedener STI, zum Beispiel für Gonorrhö, aber auch für Syphilis, verantwortlich. Zwar können bakterielle STI in der Regel gut behandelt werden – die Therapie darf jedoch nicht einfach auf eigene Faust frühzeitig beendet werden. Denn auch wenn die Symptome verschwunden sind, können die Bakterien immer noch in deinem Körper sein und später schwere Schäden verursachen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Bakterien sich an Medikamente gewöhnen und bestimmte Antibiotika dann nicht mehr wirken.

Viren

Viren sind ganz kleine Partikel, die noch nicht einmal zu den Lebewesen gehören, aber viele schwere STI auslösen können, etwa Hepatitis C. Das Fiese: Viele der viralen STI verursachen erstmal gar keine Anzeichen, können später aber üble Folgen haben. Außerdem ist eine Behandlung nicht immer leicht und dauert unter Umständen ein Leben lang, wie bei HIV.

Wichtig

Mit Kondomen schützt du dich vor HIV und senkst das Risiko einer Ansteckung mit anderen STI.

 

(K)eine STI?

Neben den »klassischen« STI-Erregern gibt es auch solche, die oft nicht beim Sex übertragen werden – obwohl das viele glauben. Vor allem Pilzinfektionen, wie etwa bei der Candidose werden meist nicht beim Sex weitergegeben, sondern entstehen durch Hormonumstellungen, Stress oder auch durch die Einnahme von Medikamenten.


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