STI-Symptome – Ist da was?!

Jucken im Intimbereich? Brennen beim Pinkeln? Oder Schmerzen beim Sex? Die Anzeichen für eine sexuell übertragbare Infektion (STI) können sehr vielfältig sein.

Die wichtigsten Anzeichen auf einen Blick

Es gibt eine Menge verschiedener Anzeichen, die darauf hindeuten, dass du dich mit einer STI angesteckt hast. Wenn du deinen Körper gut kennst, werden dir Veränderungen eher auffallen. Damit es dir leichter fällt, mögliche Symptome richtig zu erkennen, geben wir dir hier eine erste Hilfestellung – auf folgende Anzeichen solltest du besonders achten:

Ungewöhnlicher Ausfluss aus Scheide, Penis oder Po ist ein häufiges Anzeichen für viele sexuell übertragbare Infektionen (STI). Er riecht dann zumeist unangenehm, hat eine grünliche, gelbliche oder bräunliche Färbung und weist eine untypische Zusammensetzung auf. Außerdem können bei Frauen auch eine unregelmäßige Menstruation oder Zwischenblutungen auf eine STI hindeuten – hierfür gibt es allerdings auch viele harmlose Gründe.

Juckreiz kann ein Anzeichen für eine sexuell übertragbare Infektion (STI) sein. Meistens – allerdings nicht immer – tritt er zusammen mit Ausschlag oder Rötungen der Haut auf. Häufig sind diese Anzeichen auf den Intimbereich beschränk, es kann aber auch sein, dass Juckreiz, Ausschlag und/oder Hautrötungen an anderen Stellen des Körpers oder sogar am gesamten Körper auftreten.

Verstärkter Harndrang, Schmerzen und Brennen beim Pinkeln können sowohl bei Männern als auch bei Frauen ein Zeichen für eine sexuell übertragbare Infektion (STI) sein.

Hautveränderungen und nässende Hautstellen, insbesondere Bläschen, Warzen oder Geschwüre, können ein Anzeichen für eine sexuell übertragbare Infektion (STI) sein. Sie treten zumeist an Scheide, Penis, Po oder Mund auf - von außen sichtbar, aber auch nicht erkennbar im Inneren.

Wenn sich die Haut und die Bindehaut der Augen gelblich verfärben, kann dies ein Anzeichen für eine Leberentzündung sein. Diese sogenannte »Gelbsucht« kann durch verschiedene Formen der Hepatitis ausgelöst werden, besonders häufig tritt sie bei Hepatitis A auf.

Schmerzen im Unterleib, beim Vaginal- oder beim Analsex deutet häufig auf eine sexuell übertragbare Infektion (STI) hin. Dies gilt auch für Halsschmerzen nach Oralsex, sofern es sonst keine Anzeichen für eine normale Erkältung gibt.

Anzeichen, die einer Grippe ähneln, können in einigen Fällen auch auf eine sexuell übertragbare Infektion (STI) hindeuten. Besonders bei Fieber, Lymphknotenschwellungen, Muskel- und Gliederschmerzen kann eine STI der Auslöser sein. Oft treten diese Anzeichen erst einige Tage bis wenige Wochen nach einer möglichen Ansteckung auf.

Manchmal treten Appetitlosigkeit, Erbrechen oder Durchfall auf, wenn man etwas Falsches gegessen hat. Solche Beschwerden können allerdings auch auf sexuell übertragbare Infektionen (STI) hindeuten - gerade wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen oder es eigentlich nicht am Essen liegen kann.

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) führen nicht immer zu Beschwerden. Viele merken daher gar nicht, dass sie sich angesteckt haben, und geben die Infektion weiter, ohne es zu wissen. Auch deshalb sollte man mögliche Übertragungswege kennen und wissen, wie man sich schützen kann.

Manche sexuell übertragbaren Infektionen (STI) führen zu Anzeichen, die zwar sehr spezifisch sind, die man aber gar nicht direkt mit einer solchen Infektion verbindet. Man merkt, dass sich etwas verändert hat – aber wer denkt schon bei stellenweisem Haarausfall an Syphilis oder bei bräunlichen Flecken in der Unterhose an Filzläuse?

STI sind nicht immer leicht zu erkennen...

Ausfluss aus der Scheide ist doch ganz normal... Oder nicht?!

Fast jede Frau hat im Laufe des Monatszyklus klaren oder auch weißlichen Ausfluss in unterschiedlicher Menge. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge! Ab und zu deutet Ausfluss aus der Scheide aber auch auf eine STI hin. Das ist oft der Fall, wenn der Ausfluss

  • unangenehm riecht,
  • ungewöhnlich stark ist,
  • eine ungewöhnliche Farbe hat,
  • eine ungewöhnliche Zusammensetzung aufweist, etwa schleimig, eitrig oder schaumig ist.

In solchen Fällen kann Ausfluss dann zum Beispiel auf eine Infektion mit Chlamydien oder Trichomonaden hindeuten und sollte nicht einfach ignoriert werden.

Leider sind die Anzeichen für eine STI nicht immer eindeutig: Du fühlst dich zum Beispiel, als hättest du eine Grippe, bist schwach, ständig müde, erbrichst dich, hast keinen Appetit und vielleicht Fieber. In so einem Fall denkt man oft nicht gleich an eine STI, etwa an Hepatitis B oder an HIV.

Manchmal hat man auch gar keine Anzeichen. Und bei einigen STI verschwinden die Beschwerden nach einiger Zeit wieder – die Erreger können dann aber weiterhin im Körper sein und deine Gesundheit schädigen. Daher kann dir nur eine Ärztin oder ein Arzt sicher sagen, ob du eine STI hast oder nicht.

Übrigens: Wenn du dir nicht sicher bist, ob du Krankheitsanzeichen hast, kann es helfen, mit deiner (Sex-)Partnerin oder deinem (Sex-)Partner offen zu sprechen. Vielleicht hat sie oder er ja ebenfalls Beschwerden, die auch behandelt werden sollten, damit ihr euch nicht immer wieder gegenseitig ansteckt. Klarheit bringt dir letztlich aber nur der Arztbesuch!


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