STI und ihre Behandlung

Wenn du Anzeichen für eine sexuell übertragbare Infektion entdeckst, solltest du den Arztbesuch nicht lange vor dir herschieben. Denn viele STI können, gerade wenn sie früh erkannt werden, sehr gut behandelt und oft auch komplett geheilt werden. Außerdem verhinderst du so, dass du andere Menschen ansteckst.

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Muss ich wirklich zum Arzt?

STI lassen sich meist sehr gut behandeln. Dafür ist der Arztbesuch jedoch unumgänglich, denn STI können sehr verschiedene Anzeichen haben und durch sehr unterschiedliche Krankheitserreger hervorgerufen werden. Nur eine Ärztin oder ein Arzt kann dir sicher sagen, was hinter deinen Beschwerden steckt und was zu tun ist.

Übrigens: Nur ganz wenige STI, etwa die Hepatitis A, heilen von selbst und ohne Medikamente aus. Trotzdem sollte man auch dann zu einer Ärztin oder einem Arzt gehen – nur so kann geklärt werden, ob du wirklich keine Medikamente brauchst.

Wie werden STI denn genau behandelt?

Je nachdem, welche STI festgestellt wird, kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Frage:

Antibiotika

Viele STI werden durch Bakterien hervorgerufen, etwa durch Chlamydien. Sie lassen sich durch Antibiotika behandeln. Das sind Medikamente, die die Bakterien abtöten oder ihre Ausbreitung verhindern. Gerade wenn du mit Antibiotika behandelt wirst, ist es wichtig, dass du die Medikamente solange einnimmst, wie es dir von der Ärztin oder dem Arzt gesagt wird – sonst kann es nämlich passieren, dass sich die Bakterien erneut ausbreiten und die Antibiotika dann nicht mehr wirken.

Junge Frau ist im Gespräch mit einer Ärztin.

Antivirale Medikamente

Wird eine STI durch Viren verursacht, so können in manchen Fällen – allerdings nicht immer – antivirale Medikament eingesetzt werden. Sie verhindern oft die Vermehrung der Viren oder zerstören sie sogar. Eine antivirale Therapie ist mitunter sehr langwierig: Bei einer chronischen Hepatitis B und bei Hepatitis C dauert die Behandlung meist mehrere Wochen, bei HIV sogar lebenslang.

Antiparasitika

Einige STI werden durch Parasiten verursacht, zum Beispiel durch Milben oder durch Einzeller. Sie lassen sich durch verschiedene Medikamente behandeln, die als Antiparasitika bezeichnet werden. Je nach Erreger können Antiparasitika in Form von Cremes, Lotionen oder Tabletten zum Einsatz kommen.

Symptomatische Behandlung

Manchmal ist es nicht möglich oder nicht ausreichend, die Ursachen einer STI zu behandeln. Dann stehen die Beschwerden oder die Folgen einer STI im Zentrum. Das ist etwa bei Feigwarzen der Fall: Sie können zum Beispiel durch Vereisen oder Laser entfernt werden, auch wenn der eigentliche Verursacher, eine HPV-Infektion, nicht direkt behandelt wird, sondern mit der Zeit meist von selbst ausheilt.

Bis zum Ende der Behandlung solltest du – je nachdem, um welche Infektion es sich handelt – komplett auf Sex verzichten. Die Ärztin oder der Arzt wird dir sagen, wie du dich verhalten sollst, um deine Gesundheit und die anderer zu schützen.

Wichtig!

Versuche nicht, dich mit Tipps von Freunden oder aus dem Internet selbst zu behandeln. Denn nur eine Ärztin oder ein Arzt kann dir sicher sagen, was genau zu tun ist.


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