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trans*

Transgender, transsexuell, transident, transgeschlechtlich, Transmann, Transfrau ... Hinter dem Sternchen bei trans* stecken eine Vielzahl von Geschlechtsidentitäten. Und diese Vielzahl hat einen guten Grund, denn Geschlecht ist das, was man persönlich daraus macht – gerade wenn das von außen zugeschriebene Geschlecht nicht dem entspricht, das man im Inneren fühlt.

Transition und geschlechtsangleichende Maßnahmen bei trans*Menschen

Unter Transition versteht man die Angleichung von trans*Personen an ihre tatsächliche Geschlechtsidentität – diese wird nach außen sichtbar gemacht. In der Regel handelt es sich dabei um einen jahrelangen Prozess. Besonders wichtig ist die soziale Veränderung, die im Prozess der Identitätsfindung beginnt. Es gibt darüber hinaus aber auch rechtliche Möglichkeiten, etwa die Änderung des Namens und des Personstands. Manche trans*Menschen wählen auch medizinische Verfahren, die von kosmetischen Maßnahmen über Hormontherapien bis zu Operationen reichen können. In Deutschland bedarf es dazu einer Begutachtung durch zwei Fachärztinnen oder Fachärzte. Sind die Gutachten positiv ausgefallen, werden solche Maßnahmen in der Regel von den Krankenversicherungen bezahlt.

Von Worten und Taten – wie es ist, trans* zu sein ...

Stell dir vor, du wirst ständig als »sie« bezeichnet, du wirst als eine »Freundin« vorgestellt, du wirst beim Shoppen in die Frauenabteilung geschickt und du sollst die Damentoiletten benutzen. Und selbst beim Sport ist die Frauenumkleide für dich vorgesehen. Dabei bist du eigentlich ein Mann...

Gerade wenn es um Geschlecht geht, regelt sich vieles durch die äußeren Umstände, durch den Namen etwa. Dass Geschlecht jedoch eigentlich eine Sache des persönlichen Empfindens und der individuellen Gefühle ist, wird meistens nicht berücksichtigt. Deshalb kann es durchaus sein, dass andere Menschen dich ständig einem Geschlecht zuordnen, das nicht dem entspricht, als das du dich fühlst. In diesem Fall bist du wahrscheinlich trans*.

Was bedeutet trans*?

Auf den Punkt gebracht heißt trans*, dass das Geschlecht, welches von außen zugeschrieben wird, nicht dem eigenen Empfinden und Erleben entspricht. Man fühlt sich zum Beispiel als Frau, wird aber von anderen Menschen als Mann zugeordnet. Manchmal strebt man deshalb geschlechtsangleichende Maßnahmen an, man kleidet sich anders oder lässt seinen Namen ändern. Das ist jedoch bei allen unterschiedlich.

Übrigens: Schätzungen zur Anzahl von trans*Menschen in Deutschland gehen stark auseinander. Der Grund dafür liegt in den jeweiligen Bestimmungen: Während einige Quellen nur Personen erfassen, die Schritte zur Geschlechtsangleichung ergreifen, berücksichtigen andere auch trans*Menschen, die ihren Körper nicht verändern lassen.

Für Trans*Menschen kann es manchmal schwer sein, ihr Geschlecht im Prozess der Identitätsfindung anzunehmen. Doch auch wenn man andere Menschen damit vielleicht erstmal verunsichert – den Schritt zu wagen und sich auch nach außen so zu geben, wie es der eigenen Geschlechtsidentität entspricht, kann sehr erleichtern. Trau dich und genieße es, so zu sein, wie du dich fühlst! Denn in Sachen Geschlecht geht es um dich und um dein Wohlbefinden, nicht um einen Vornamen oder andere Äußerlichkeiten.

»Trans* ist anders als andere Geschlechter?«

Nein! Beim Flirten, bei Beziehungen und auch in Sachen Sex geht es nicht in erster Linie um das Geschlecht. Das gilt für trans*Menschen genauso wie für alle anderen. Und auch ob du dich als trans*Mensch etwa für medizinische Maßnahmen zur Geschlechtsangleichung entscheidest oder nicht, ist dabei unwichtig. Denn in Liebesdingen geht es allein um Menschen, um Gefühle und Leidenschaft.

Für manche ist das leider nicht immer so leicht zu akzeptieren. Sie brauchen vielleicht mehr Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Hier hilft ein respektvoller Umgang miteinander – auch offen gestellte und ehrlich gemeinte Fragen können helfen. Persönliche Grenzen sollten dabei jedoch immer beachtet werden! Und wenn man zum Beispiel auf eine Frage nicht antworten möchte, so sollte das auch respektiert werden.  

Safer Sex geht alle Geschlechter an – auch trans* 

Beim Thema Safer Sex ist jeder Menschen gefragt – egal ob trans*, inter* oder cis*! Wenn es intimer wird, hilft es dabei oft, mit offenen Karten zu spielen – gerade wenn man selbst noch im Prozess der Identitätsfindung steckt oder wenn man vielleicht erst gerade mit geschlechtsangleichenden Maßnahmen begonnen hat. Außerdem ist es in Sachen Sexualität ohnehin wichtig, einen selbstbewussten Umgang zu finden. Und das gilt eben auch beim Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI).


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