Der Welt-AIDS-Tag

Am Welt-AIDS-Tag, der regelmäßig am 1. Dezember stattfindet, steht seit fast 30 Jahren der Kampf gegen HIV im Mittelpunkt. Mit verschiedenen Aktionen wird daran erinnert, dass HIV noch nicht der Vergangenheit angehört und dass es – auch in Sachen Solidarität – noch einiges zu tun gibt.

Ein jährlicher Aktions- und Gedenktag

Seit 1988 wird der Welt-AIDS-Tag jährlich am 1. Dezember begangen. Mit zahlreichen Aktionen erinnern Regierungen, Organisationen und Vereine, Prominente, Stars und Ehrenamtler weltweit an HIV und AIDS – sie rufen dazu auf, aktiv zu werden und Solidarität mit HIV-positiven Menschen zu zeigen.

Eine gemischte Gruppe steht Arm in Arm und lacht einander an.

Der Welt-AIDS-Tag erinnert aber auch die Verantwortlichen in Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft daran, dass HIV noch längst nicht besiegt ist. Und um Aufklärung, Behandlung und Hilfe für Menschen mit HIV zu bieten, ist es wichtig, dass alle zusammenarbeiten!

Positiv zusammen leben

In Deutschland setzen sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für Menschen mit HIV ein. Unter dem Motto »Positiv zusammen leben« soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Menschen täglich Ablehnung erfahren, nur weil sie HIV-positiv sind.

Erfahrungen mit Diskriminierung und die Angst vor Zurückweisung führen dazu, dass Menschen mit HIV oft den engsten Freunden und der Familie nicht von ihrer Infektion erzählen. Das Thema wird so aus der Öffentlichkeit verdrängt und Betroffenen fällt es noch schwerer, über ihre Erkrankung zu sprechen. »Positiv zusammen leben« will daran etwas ändern und dazu beitragen, Unsicherheiten und Vorurteile abzubauen.

Die Rote Schleife – Das weltweite Symbol der Solidarität

Vielleicht ist sie dir auch schon begegnet: die Rote Schleife. Sie ist weltweit ein Symbol für Toleranz und Solidarität mit Menschen, die von HIV und AIDS betroffen sind. Besonders zum Welt-AIDS-Tag ist sie überall sichtbar. Und jeder, der sie trägt, zeigt: Ich bin aktiv.

Das Red Ribbon, wie die rote Schleife im Original heißt, wurde zu Beginn der 1980er Jahre in den USA entwickelt. Damals wurde AIDS gerade erst entdeckt und Todesfälle sorgten für große Angst. In den USA ist es Tradition, eine Stoffschleife um einen Baum zu binden, um Liebe und Zuneigung zu weit entfernten Menschen zu zeigen. Daraus entwickelte die New Yorker Künstlergruppe Visual Aids die rote Schleife, die noch heute das Symbol der Bewegung ist.

Anfangs verbreitete sich das Red Ribbon vor allem in der Künstlerszene und unter schwulen Männern. Seit den 1990er Jahren bekam die rote Schleife jedoch zunehmend weltweite Aufmerksamkeit, als bekannte und einflussreiche Menschen, Schauspieler und Politiker, das Symbol öffentlich trugen. Heute ist die rote Schleife bei jeder Aktion rund um den Welt-AIDS-Tag zu sehen. Und inzwischen gibt es wohl kaum einen Star, der die rote Schleife noch nicht getragen hat.


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