Die PEP

Wenn beim Sex mal etwas schiefgeht, kann – neben den üblichen Sofortmaßnahmen – in ganz bestimmten Situationen auch eine sogenannte Post-Expositions-Prophylaxe, kurz PEP, sinnvoll sein. In Notfällen kann man durch sie die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung mit HIV deutlich verringern.

Die PEP ist eine aufwendige medizinische Behandlung, die nur für Ausnahmesituationen gedacht ist. Sie ist kein Ersatz für Kondome! Falls allerdings wirklich das Risiko besteht, dass du dich mit HIV infiziert hast, werden die Kosten für die PEP von den Krankenversicherungen übernommen.

Was ist eine PEP?

Bei einer PEP werden über einen Zeitraum von etwa 4 Wochen spezielle Medikamente eingenommen, um nach einem Risikokontakt eine Ansteckung mit HIV zu verhindern. In den meisten Fällen gelingt dies – hundertprozentige Sicherheit gibt die PEP jedoch nicht.

Eine Medikamentenpackung steht mit einzelnen Tabletten auf dem Tisch in einer Praxis.

Und wann kommt eine PEP in Frage?

Ob eine PEP für dich in Frage kommt, muss eine Ärztin oder ein Arzt entscheiden. Grundsätzlich ist die PEP jedoch nur in ganz bestimmten Situationen sinnvoll – zum Beispiel wenn beim Sex mit einem HIV-positiven Menschen das Kondom reißt. In einem solchen Fall sollte man schnell handeln und nach einer entsprechenden Beratung zeitnah – möglichst innerhalb von 24 Stunden – mit der PEP beginnen.

Adressen von Kliniken in deiner Nähe, die eine PEP durchführen, kannst du bei der Telefon- und Onlineberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erfragen – telefonisch unter 0221 – 89 20 31 sowie im Internet auf www.aidsberatung.de.

Übrigens

Wenn deine (Sex-)Partnerin oder dein (Sex-)Partner HIV-positiv ist, dann lasst euch zu weiteren Schutzmöglichkeiten beraten. Denn auch mit einer erfolgreichen HIV-Therapie kann das Risiko für eine Übertragung von HIV fast ausgeschlossen werden.


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